solo exhibition, das weisse haus, vienna, austria, 13.04 – 28.05. 2011

Fotos:
(cc-by-nc) eSeL.at
Link: (http://eSeL.at)

“Maschineller Ungehorsam”

In der Ausstellung “Maschineller Ungehorsam” werden thematisch zusammenhängende Werke der letzten drei Jahre gezeigt.

“Menge” (2009)
Mit “Menge” sollen “in einer Verbindung aus Robotik, Code und Algorithmus nicht-humane, soziale Entitäten geschaffen werden, deren reduziertes Ausdrucksrepertoire simplen Protokollen folgt. Nichtsdestotrotz zeigt sich im Verhalten der geometrischen Körper eine Polymorphie, die die BetrachterIn gemeinhin mit Lebendigkeit assoziiert.” (Lydia Lindner, 2009)

“gemalte Spuren” (2010)
Das Verhalten einfacher, autonom navigierender Maschinen im Raum wird mittels “gemalter Spuren” visualisiert. Videodokumentationen geben Einblick in die performativen Bewegungsstudien mit robotischen Objekten.

“Evolution” (2008-2010)
Elf einzelne, nichtfunktionale Roboterprototypen zeichnen die Evolution, also den maschinellen Entwicklungsprozess eines Roboterschwarms, auf einer Zeitachse nach.
Damit wird die prozesshafte Entstehung elektromechanischer Körper thematisiert.

“Zoe” (2010)
Mit einer Gruppe kleiner, insektenähnlicher Roboter wird der Versuch unternommen, Menschliches und Zwischenmenschliches in Maschinenform dazustellen. “Zoe” versucht soziale Zusammenhänge in Bewegungsprinzipien zu fassen, obwohl die Ursachen dieser Prinzipien (noch) nicht bekannt sind. Agierende beziehungsweise reagierende Objekte – deren formalisiertes Verhalten den Anschein von Lebendigkeit erweckt und bei den BetrachterInnen Emotionen auslösen soll – werden dafür verwendet.

Neben den im Ausstellungraum befindlichen Roboterobjekten – die zur Interaktion “frei” aufgestellt wurden – suggerieren Fotos vom robotischen Erkundungsgang auf einer Insel in der zugefrorenen baltischen See Träume und Sehnsüchte der Maschinenwesen.

“Bewegungsstudien (2010) / “Rakete” (2011)
Zwei kinetische Objekte, die unterschiedliche Bein- und Fortbewegungssysteme untersuchen, sowie die Dokumentation vom Start einer aufgeblasenen “Rakete”, die sich wiederum thematisch dem Traum des Menschen vom Fliegen und den damit verbundenen Freiheiten annähert, schließen die Ausstellung ab.

http://www.dasweissehaus.at/

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