VOLKER 2004

photo: lena mayer



Volker ist Symbiont am menschlichen Koerper; im sinne eines dauernden, engem
Zusammenlebens zweier Lebewesen verschiedener Art, bei dem jedes von dem Anderen
Nutzen hat. Beide Koerper erleben eine Erweiterung. die Maschine bekommt eine
organische Prothese und einen Lebensraum auf dem sie navigieren kann, der Mensch
bekommt eine technische Prothese und wird zum architektonischen Raum.
Volker steht weniger für das Verschwinden des Menschlichen oder sein Aufgehen im
Maschinellen, sondern betont eher die fliessenden Grenzen.
Um auf einer sich bewegenden person navigieren zu können,
bedient er sich der Umarmung. dafür benutzt er seine vier Tentakeln. Auf jedem Arm
befinden sich zwei Sehnen, die eine, welche Volkers Körper an den menschlichen
schmiegt, ist vorgespannt sodass er nicht hinunterfallen kann, die andere Sehne laesst
willkürliche Bewegungen auf seinem Lebensraum, dem menschlichen Koerper
zu. Waehrend seiner Reise nimmt er mit seinem Tastsinn die Umwelt wahr, um reagieren
zu können.
Sowohl die Maschine muss reagiern auf die staendig sich wechselnde und bewegende
Oberfläche, auch der Mensch muss waehrend der Bewegung auf diese reagieren und
kann sie auch lenken.
Mitunter wird Volker zur Schau gestellt, wie ein Tier imZoo. der natuerliche Lebensraum
wird simuliert.
Auf einem fuer seine bewegungsmoeglichkeiten optimierten Konstrukt wandert die
Maschine herum, nachdem sie von ihrem natuerlichen Lebensraum übergeben wurde.
Die Maschine besteht technisch gesehen aus Standardteilen welche Normalerweise im
Modellbau zu finden sind. Angesteuert wird mit einem weitverbreiteten Handheld-
Kleincomputer mittels der einfachen weit verbreiteten Programmiersprache BASIC.
video: ella esque